Isochorischer Prozess: Definition, Formeln und Beispiele leicht zu erklären

Isochorischer Prozess: Definition, Formeln und Beispiele leicht zu erklären

Ein isochorischer ( auch isovolumetrischer Prozess genannt) ist ein thermodynamischer Prozess, der bei konstantem Volumen stattfindet.

Das bedeutet, dass das System während der Transformation keine Volumenänderungen erfährt.

Beziehung zwischen Druck und Temperatur

In einem idealen Gas, wenn das Volumen konstant bleibt, gilt es:

\[ \frac{P}{T} = \text{constant} \]

Das heißt, der Druck ist direkt proportional zur absoluten Temperatur.

Physikalische Interpretation:
Mit steigender Temperatur bewegen sich die Gaspartikel schneller und kollidieren häufiger und intensiver gegen die Wände des Gefäßes, was zu einem Druckanstieg führt.

Grafische Darstellung

Isochorische Transformationen werden durch Isochoren dargestellt:

  • In einem P–V-Diagramm → vertikale Linie (konstantes Volumen)

  • In einem P–T-Diagramm → zunehmende Gerade

  • In einem V–T-Diagramm → horizontale Linie

Arbeit in einem isochorischen Prozess

Die Arbeit in der Thermodynamik wird gegeben durch:

\[ W = P \cdot \Delta V \]

Wie in diesem Prozess:

\[ \Delta V = 0 \]

Dann:

\[ W = 0 \]

Fazit:
Ein isochorischer Prozess verrichtet keine mechanische Arbeit.

Erster Hauptsatz der Thermodynamik

Das erste Gesetz besagt:

\[ \Delta U = Q - W \]

Da es keine Arbeit gibt:

\[ \Delta U = Q \]

Interpretation:
Die gesamte in Form von Wärme übertragene Energie wird in eine Variation der inneren Energie des Systems umgewandelt.

Innere Energie in einem idealen Gas

In einem idealen Gas:

Die innere Energie hängt ausschließlich von der Temperatur ab.

Daher impliziert jede Änderung der inneren Energie eine Temperaturänderung.

Wärme in einem isochoren Prozess

Wenn die Gasmenge konstant bleibt, wird der ausgetauschte Wärmetausch wie folgt berechnet:

\[ Q = n \cdot C_v \cdot \Delta T \]

wobei:

  •  n = Anzahl der Mole

  • Cv = molare spezifische Wärme bei konstantem Volumen

  • ΔT = Temperaturvariation

Beispiele für isochorische Prozesse

Ideales Beispiel

Ein Gas, das in einem starren, geschlossenen, nicht verformbaren Behälter enthalten ist, dem Wärme zugeführt wird.

Beispiel in der angewandten Thermodynamik

Im Otto-Zyklus (ideales Modell von Benzinmotoren) gibt es zwei isochorische Transformationen:

  • Wärmezufuhr (Verbrennung)

  • Wärmeübertragung

Vergleich mit anderen Prozessen

Ablauf Konstante Größe Hauptmerkmal
Isochorisch Band Keine Arbeit (W = 0)
Isotherm Temperatur Konstante innere Energie
Isobarisch Druck Nicht-Null-Arbeit
Adiabatisch Hitze (Q = 0) Kein Wärmeaustausch

Letzte Schlüsselidee

In einem isochorischen Prozess:

  • Lautstärke ändert sich nicht

  • Es wird keine Arbeit geleistet

  • Die gesamte ausgetauschte Wärme wird in innere Energie umgewandelt

  • Druck und Temperatur stehen in direktem Zusammenhang

Autor:
Veröffentlichungsdatum: 26. Februar 2020
Letzte Überarbeitung: 17. März 2026